erleben, staunen, begreifen

Wahrnehmung zum Anfassen

Nürnberger brainWEEK

13.-19. März 2006

"Neuronen unter Spannung"

 

Buchvorstellung & Lesung

Montag, 13. März 2006
Buchhaus Campe · Karolinenstr. 13
90402 Nürnberg (U-Bahn Lorenzkirche)
18.00 Uhr · Buchvorstellung · Eintritt frei
Freier Wille – frommer Wunsch?
Gehirn und Willensfreiheit

Helmut Fink
Herausgeber des vorgestellten Buches, theoretischer Physiker, Gründungsmitglied und Wissenschaftsreferent beim Erlebnismuseum turmdersinne, Vorsitzender des Humanistischen Verbandes Deutschlands HVD-Nürnberg.

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, weiß der Volksmund. Doch die Freiheit dieses Willens wird von manchen Hirnforschern und philosophischen Naturalisten zur Illusion erklärt – ähnlich dem Himmelreich. Denn aus naturalistischer Sicht gibt es keinen Geist ohne Gehirn, und die Abläufe im Gehirn erscheinen naturgesetzlich determiniert. Was heißt dann schon Willensfreiheit? Die Hinweise häufen sich, dass unsere Selbstwahrnehmung – auch unser Freiheitserleben – genauso vom Gehirn konstruiert wird wie unsere Außenwahrnehmung. Dann aber könnte die Selbstwahrnehmung auch genauso täuschbar sein wie diese.

Unter dem Titel „Freier Wille – frommer Wunsch?“ ist dazu ein populärwissenschaftliches Buch mit 10 Beiträgen eines gleichnamigen Symposiums des turmdersinne neu erschienen. Unterschiedliche Fachrichtungen (Psychologie, Philosophie des Geistes, Natur- und Rechtsphilosophie, Biologie, Soziologie und Moraltheologie) tragen zum Spektrum der Fragen und Denkweisen in dieser wissenschaftlichen Debatte bei, deren Verlauf über unser Verständnis von
moralischer Verantwortung und strafrechtlicher Schuld mitentscheidet. Einer der beiden Herausgeber führt in die Thematik ein und liest ausgewählte Textstücke vor.
Das Buch kann bei der Lesung erworben werden.

ISBN: 3-89785-445-7, Neuerscheinung März 2006, € 29,80.

 

Ausstellung & Vortrag

Mittwoch, 15. März 2006
Nicolaus Copernicus Planetarium · Am Plärrer 41
90429 Nürnberg (U-Bahn Plärrer)
17.30–19.30 Uhr · Standpräsentationen · Eintritt frei
Informationen und Angebote rund ums Gehirn

Aussteller:

  • Beratungsstelle für Menschen mit Schädel-Hirn-Verletzung der Rummelsberger Dienste Nürnberg: Weniger Stress durch mehr Beratung
  • Gesellschaft für Gehirntraining e. V.: Erhaltung, Steigerung und Wiederherstellung der geistigen Leistungsfähigkeit in jedem Lebensalter
  • Klinikum am Europakanal: Zentrum für Neurologie und Neurologische Rehabilitation
  • Medizinische Resonanztherapie Lebenskunst: Entspannen – Bewegen – Atmen – Hören – Genießen
  • Praxis für Ergotherapie, Fr. Rosi Kleinschmidt: Spüren – Fühlen – Wahrnehmen
  • Selbsthilfegruppe „Lichtblick“, Nürnberg: Angebot für junge Menschen mit Schädel-Hirn-Verletzung
  • Selbsthilfegruppe „Sonnenschein“, Erlangen: Beratung und Unterstützung für Betroffene und Angehörige von Hirnverletzten
  • Selbsthilfegruppe „Strohhalm“, Neumarkt i. d. Opf.: Für Menschen nach einem Schlaganfall, Kopfverletzung, Gehirnblutung etc. – Gemeinsam ist es leichter

19.30 Uhr · Vortrag · Eintritt: € 7,-/erm.* € 5,-

Kopfsalat und Herzklopfen
Zur Rolle des Gehirns
bei der Bewältigung von Stress

Prof. Dr. Michael Mück-Weymann
Universitätsprofessor für Medizinische Grundlagen an der Privaten Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT) in Hall/Tirol und Vorstand des dortigen Instituts für Verhaltensmedizin und Prävention.

Stress und Hektik sind schon fast Markenzeichen unserer modernen Zeit; leider sind diese Zustände oft auch nicht ganz vermeidbar. Umso wichtiger ist es wohl, mit „Stress“ gut umgehen zu lernen.

Unterschieden wird zwischen „negativem“ (Distress) und „positive“ Stress (Eustress). Eustress wirkt anregend, macht aktiv und fördert die Leistungsbereitschaft. Distress regt auf, macht nervös und blockiert die Leistungsfähigkeit. Zu viel negativer Stress bedeutet permanente Anstrengung ohne notwendige Erholung und erschöpft so den gesamten Organismus. Stressbedingte „Gewitter im Hirn“, also Kopfschmerz und Migräne, können aus Dysharmonien im Zusammenspiel zwischen vegetativem Nervensystem, dem Herzen und dem Gehirn erwachsen. Chronische Überanstrengung bzw. Überlastung sind oft Grund für „Stresskrankheiten“ wie Abhängigkeitserkrankungen (z. B. Alkoholmissbrauch), Stoffwechselstörungen (u. a. Übergewicht, Alterszucker), Angststörungen, Depressionen, Erschöpfungszuständen (z. B. Chronisches Müdigkeitssyndrom, Burnout) oder Herz-Kreislauferkrankungen.

„Entspannungstechniken“ wie Atemübungen, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Funktionelle Entspannung, Biofeedback oder Meditation können – richtig ausgewählt und kundig angewandt – helfen, dem „Stress“ Paroli zu bieten. Verschiedene Techniken setzen dabei in ihrer Wirksamkeit an ganz unterschiedlichen Stellen des lebendigen Organismus an. Im Vortrag wird über Stressmodelle sowie über Techniken der Stressbewältigung berichtet.

Outdoor & Praxis

Freitag, 17. März 2006
Hochseilgarten Nürnberg · Reutersbrunnenstr. 42
90429 Nürnberg (U-Bahn Bärenschanze)
13:30–17:30 Uhr · Outdoor-Sonderveranstaltung im
Hochseilgarten · Eintritt: € 40,-/ermäßigt* € 30,-

Optimierung der Bewältigung von Stresssituationen in neun Metern Höhe
Eine Initiative von Graf & Kittsteiner (Anmeldung erforderlich).

Herausfordernde Situationen aus der Natur in die Stadt zu holen, das ist die Idee des Nürnberger Hochseilgartens. Hochseilgärten eignen sich hervorragend zum Vermitteln wichtiger Schlüsselqualifikationen wie Selbstwahrnehmung, Vertrauen, Eigenverantwortung, Kommunikationsfähigkeit und Teamgeist. Ganz besonders eignet sich der Hochseilgarten zur Bewältigung von Belastungssituationen bzw. Stressauslösern.

Die Stärke von Stress- und Angstreaktionen ist stark abhängig von der eingeschätzten Bedrohlichkeit, also von unseren Gedanken. Die Teilnehmer des Hochseilgartens werden mehrfach abgesichert durch Sicherheitsgurte, gegenseitige Kontrolle sowie ständige Betreuung von ausgebildeten erfahrenen Trainern. Die Übungen wie Klettern, Springen oder Balancieren eignen sich auch für die weniger Sportiven. Alle Übungen erfolgen freiwillig und ohne Druck. Es gibt also keinen rationalen Grund für Angst oder Stress im Hochseilgarten. Doch was machen meine Gedanken? Empfinde ich trotzdem Stress? Wie gehe ich damit um? Wie reagiert mein Körper? Verknüpfen Sie die Antworten auf diese Fragen mit einem außergewöhnlichen Outdoor-Erlebnis im Hochseilgarten Nürnberg.

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