erleben, staunen, begreifen

Wahrnehmung zum Anfassen

Gedächtnis- und Erinnerungsblockaden durch Angst und Stress


Erinnern zählt zu den universellen Eigenschaften menschlichen und tierischen Lebens. Für den Menschen ist das Gedächtnis essentiell, um aus der Vergangenheit schöpfend in der Gegenwart für die Zukunft sinnvoll agieren zu können.

Die Gedächtnisfähigkeit wird über das ganze Leben hinweg durch vielfältige Umwelteinflüsse gefördert oder behindert (Stichwort: Hirnplastizität). Wie seit Freud bekannt – aber auch gegenwärtig durch die Neurowissenschaften gestützt – wird das Gedächtnis insbesondere durch negative Umwelteinwirkungen in seiner Funktionsfähigkeit nachhaltig beeinflusst, was im Extremfall zu so genannten mnestischen Blockaden führen kann – der Unfähigkeit, die eigene Vergangenheit ganz oder teilweise abzurufen. Hans J. Markowitsch erläutert im Eröffnungsvortrag Mechanismen, die diese Störungen hervorrufen und aufrechterhalten, und untermauert dies mit eindrücklichen Fallbeispielen. Auch geht er auf Möglichkeiten von Therapie und Gegensteuerung ein.


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Prof. Dr. Hans J. Markowitsch

…ist Professor emeritus. für Physiologische Psychologie an der Universität Bielefeld.

Rufe auf Lehrstühle für Psychologie und Neurowissenschaften an Universitäten in Australien und Kanada, Professuren für Biopsychologie und Physiologische Psychologie an den Universitäten von Konstanz, Bochum und Bielefeld.

Studium der Psychologie und Biologie an der Universität Konstanz.

In seinen Forschungen beschäftigte er sich mit den neuralen und psychischen Grundlagen von Gedächtnis und Gedächtnisstörungen und Wechselwirkungen zwischen Gedächtnis, Emotion und Bewusstsein.

Für seine Forschungen zum Gedächtnis wurde er national und international mit Preisen ausgezeichnet, u.a. 2009/2010: Fellowship am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, 2006/7: Fellowship am Hanse-Wissenschaftskolleg in Bremen-Delmenhorst, 2005: „Best Contribution to Memory Research“ der International Neuropsychological Association, 2000: „Memory-Preis“ der Gesellschaft für Gedächtnisrehabilitation.

Autor, Koautor oder Herausgeber von rund 30 Büchern und 700 wissenschaftlichen Artikeln und Buchkapiteln, u.a. 2013 "Eine grundsätzlicher Paradigmenwechsel wäre gar nicht so schlecht!" in: Matthias Eckoldt "Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?" (Carl-Auer-Verlag), 2009 "Das Gedächtnis" (C.H. Beck), 2007 "Tatort Gehirn" (Campus-Verlag).

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