erleben, staunen, begreifen

Wahrnehmung zum Anfassen

Zwischen Nervenkitzel, Furcht und Panikmache: Wenn Medien Ängste auslösen


Das Erleben von Spannung bzw. Angstlust ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder ein zentrales Motiv für die Nutzung von Unterhaltungsmedien wie Film, Fernsehen, Literatur und Computerspielen. Medieninhalte werden dann als besonders unterhaltsam erlebt, wenn sie spannend sind. Spannung entsteht einerseits auf kognitiver Ebene durch die Interpretation von Ereignissen innerhalb der Erzählung sowie auf emotionaler Ebene durch Gefühle zwischen Hoffnung und Furcht. Gute Unterhaltung hält uns in einem emotionalen Schwebezustand zwischen Hoffen und Bangen. Ist eine Geschichte hochspannend, kann dies dazu führen, dass wir neben Spannung auch Angst und Furcht erleben. Zumeist ist diese Art von Angst beim Schauen, Lesen oder Spielen gut zu bewältigen, womit die Lust an der Angst hier überwiegt.

Neben dem unterhaltsamen Nervenkitzel bieten Medien aber auch reale angstauslösende Inhalte an. Getreu nach dem Motto „Only bad news are good news“ berichten Nachrichten, Magazine, Dokumentationen und Zeitungsartikel zumeist über Furchtauslösendes. Krisenberichterstattung erreicht Erwachsene und Kinder zugleich und trifft damit auf unterschiedliche Bewältigungsfähigkeiten.

Was machen solche angstauslösenden Inhalte mit uns Medienutzenden? Welche Medieneffekte lassen sich zeigen? Und wieso wirken gerade furchtauslösende Medieninhalte so anziehend auf uns?


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Prof. Dr. Frank Schwab

 

…hat seit 2010 den Lehrstuhl für Medienpsychologie am Institut Mensch-Computer-Medien der Universität Würzburg inne.

Er promovierte (Klinische Psychologie) an der Universität des Saarlandes. Habilitation und Venia Legeni in Psychologie im Juni 2008 mit dem Thema "Lichtspiele - Eine Evolutionäre Medienpsychologie der Unterhaltung" am Lehrstuhl Medien- und Organisationspsychologie der Universität des Saarlandes.

Seine Interessens- und Forschungsschwerpunkte liegen u.a. auf evolutions- und emotionspsychologischen Aspekten der Massen- und Individualmedien und psychologischen Mechanismen der Medienselektion und Mediennutzung.
Er studierte Psychologie an der Universität des Saarlandes (Psychiatrie, Zoologie, Informationswissenschaft).

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