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Wahrnehmung zum Anfassen

Filterblasen und Algorithmenmacht?: Wie sich Menschen im Internet informieren


Das Internet ist für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Werkzeug geworden, um sich über alle nur erdenklichen Themen zu informieren und mit anderen Menschen auszutauschen. Dabei helfen Suchmaschinen wie Google, Plattformen wie Facebook und YouTube, oder auch die Online-Enzyklopädie Wikipedia – die allerdings alle keine neutralen Vermittler von Informationen sind, sondern jeweils eigene Prinzipien und Mechanismen ins Spiel bringen, wie Inhalte gefiltert, zusammengefasst und verbreitet werden.

Eine wesentliche Frage in diesem Zusammenhang ist, ob das Wechselspiel aus Nutzerhandeln und algorithmischen, also automatisierten Auswahl- und Filterprozessen, die Vielfalt verfügbarer Informationen erhöht. Oder führt sie stattdessen zu „Filterblasen“, in denen Menschen nur noch solche Inhalte zu Gesicht bekommen, die ihren Interessen entsprechen? Jan-Hinrik Schmidts Vortrag widmet sich diesen Vorgängen aus einer kommunikationssoziologischen Perspektive und beschreibt, wie der Informationsfluss in den digitalen Räumen strukturiert ist und welche gesellschaftlichen Folgen sich abzeichnen.


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Dr. Jan-Hinrik Schmidt


...ist wissenschaftlicher Referent für digitale interaktive Medien und politische Kommunikation am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg. Seine aktuellen Forschungsinteressen liegen in den Veränderungen, die soziale Medien wie Facebook, Twitter oder YouTube für Beziehungspflege, Informationsverhalten, politische Teilhabe und gesellschaftliche Öffentlichkeit bringen.

Sein jüngstes Buch „Social Media“ richtet sich ausdrücklich an nicht-wissenschaftliche Zielgruppen, die die Entwicklungen des Internets in den letzten Jahren verstehen und eingeordnet sehen wollen. Aktuelle Informationen sind auch in seinem Weblog unter http://www.schmidtmitdete.de zu finden.


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